Asta - Tantivy Terriers

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Asta

Asta, *11.05.2001 in Rumänien - + 20.11.2015

Mein kleiner astischer Hütespitz... jetzt hat Crina keine Verstärkung mehr gegen die Terrier. Eingezogen 2006 als Pflegehund und nicht mehr ausgezogen, 
aber gleich am ersten Tag erst mal verschwunden. Sie hat immer selbst entschieden, was sie wollte. 

So entschied sie am ersten Tag, dass man mit gerade mal 35cm Schulterhöhe über 180cm Stabmattenzaun klettern kann und sich erst mal umsehen, wo man ist. 
Wir suchten sie wie verrückt und fanden sie im Hof, außerhalb des Grundstücks vor dem (geschlossenen) Hoftor unter unserem Auto. 
Da lag sie ganz entspannt und wartete darauf, dass das Tor aufging und sie wieder reinkonnte. 

Am Anfang machte sie regelmäßige Ausflüge. Der Zaun, der terriersicher war, war nicht Asta-sicher. 
Gemächlich kam sie dann irgendwann wieder und wartete, bis ihr jemand das Tor aufmachte. Bald dienten die Ausflüge aber 
nicht mehr der Erkundung der Gegend und der allgemeinen Abfall-Lage, sondern Asta hatte entschieden, dass ihr Job Escort-Service für Hundeschüler wäre. 
Wenn ich sie zuhause lassen wollte, lernte ich schnell, immer eine Leine in der Tasche zu haben - denn irgendwann stieß
Asta immer während des Unterrichts zu mir ... bis ich sie dann endlich - so ihre Meinung - regelmäßig zur Hundeschule mitnahm. 

Asta war unsere allerbeste Welpenerzieherin, sie hat Generationen von kleinen Russells Individualdistanz gelehrt
und war trotzdem - oder deshalb - die am meisten geachtete Persönlichkeit unseres Rudels. Nie auf Streit aus, konnte ich sie bei jeder
Hundebegegnung frei laufen lassen, mit Asta gab es niemals Stress, sie verhielt sich stets vorbildlich, folgte mir als "Asta Meinhund"
immer überall hin, begleitete Seminare, Gewerbeausstellungen und meinen Unterricht immer mit einem typischen Lächeln im Gesicht. 

Ihr einziges Problem waren ihre Zähne. Sie hatte mehrere Zahnsanierungen, bei denen einige Zähne gezogen 
werden mussten und mit zunehmendem Alter bangte ich bei den Narkosen immer sehr. Auch die Hitze des Sommers machte 
ihr zu schaffen und im heißen Sommer 2015 stieg ihr Schlafbedürfnis so stark an, dass ich an manchen Tagen nachsehen
musste, ob sie noch atmet. Stück für Stück hat sie sich so verabschiedet und trotzdem kam das Ende plötzlich. In der Woche
zuvor hatte sie noch einmal ein Hoch, konnte deutlich mehr als die sonst nur noch üblichen fünfhundert Meter laufen und vorgestern
machten wir unseren letzten - für ihre Verhältnisse großen - Spaziergang im Sonnenschein, der wie ein Abschiedsspaziergang war. 
Sie hat es wahrgemacht und vermutlich in der folgenden Nacht eine Art Schlaganfall erlitten, nichts mehr gefressen und getrunken. 
Ihre Kraft war zu Ende. Eine Asta bekommt man nur ein einziges Mal im Leben... danke für alles. 
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